Die massenmörderische Krisen- und Kriegsdynamik des globalen Kapitalismus schreit geradezu nach einer planetaren Vernetzung der revolutionären AnarchistInnen und antileninistischen KommunistInnen. Das Weltproletariat wird erbarmungslos von der Weltbourgeoisie verheizt. Der Klassenkampf des Proletariats wird noch immer innerhalb des reproduktiven Rahmens des Kapitalismus geführt, dessen Perspektive für die ProletarierInnen nur Ausbeutung, Arbeitslosigkeit, staatliche Elendsverwaltung, eine sich vertiefende ökosoziale Kriese und Krieg beziehungsweise einen asozialen Frieden bedeuten kann.
Die globale institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung (Gewerkschaften und politische Parteien) ist der bürokratische Ausdruck der den Kapitalismus reproduzierenden Grenzen des proletarischen Klassenkampfes. Die bürgerlich-bürokratischen Partei- und Gewerkschaftsapparate integrierten sich mehrheitlich in den Kapitalismus und wurden Fleisch von seinem Fleische. Anarchosyndikalismus und Parteimarxismus (Linke Sozialdemokratie, Marxismus-Leninismus, Trotzkismus und Linkskommunismus) sind entweder selbst Teil des kapitalistischen Problems oder außerstande eine revolutionäre Alternative zu Kapital, Staat und institutionalisierter ArbeiterInnenbewegung zu entwickeln.
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Die extreme Verschärfung der zwischenstaatlichen Konkurrenz
Die internationale Staatengemeinschaft des Weltkapitalismus beruht auf der kooperativen Konkurrenz und der konkurrenzförmigen Kooperation der kapitalistischen Nationen. Letztere sind Zwangsgemeinschaften aus Kapital und Lohnarbeit, die durch die nationalistische Ideologie und die Praxis des Nationalstaates am Leben gehalten werden. Nationen sind also Scheingemeinschaften aus AusbeuterInnen und Ausgebeuteten, UnterdrückerInnen und Unterdrückten.
Der Nationalismus nutzt der herrschenden kapitalistischen Klasse, der Bourgeoisie (KapitalistInnen, WirtschaftsmanagerInnen, hohe BerufspolitikerInnen und SpitzenbeamtInnen des Staates), um die Lohnabhängigen in der zwischenstaatlichen Konkurrenz gnadenlos zu verheizen.
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Soziale Befreiung/Sozialer Widerstand sind Bestandteil der Antipolitisch-Sozialrevolutionären Tendenz (AST). Die AST hat ihre zweiteilige Plattform veröffentlicht. Sie ist hier 1. Teil und 2. Teil auf booklooker.de erhältlich.
Einleitung
Mit der Veröffentlichung unserer Plattform möchten wir, die
Antipolitisch-Sozialrevolutionäre Tendenz (AST), einen geistigen Impuls
zur Radikalisierung des Klassenkampfes leisten. Wir sind uns natürlich
bewusst, dass der Hauptimpuls zur Radikalisierung des bewussten Seins
des Proletariats dessen eigene Klassenkampfpraxis ist. Auch wissen wir,
dass die Wirkung einer Schrift wie Die Möglichkeit der Weltrevolution in
nichtrevolutionären Zeiten nur gering sein kann. Aber gerade in solchen
reaktionären Zeiten ist revolutionäre Theorie so wichtig – als Ausblick
auf ein mögliches zukünftiges bewusstes Sein der Revolution und einer
klassen- und staatenlosen Weltgemeinschaft.
Im
1. Teil unserer Plattform analysieren und kritisieren wir den
Kapitalismus in seiner geschichtlichen Entstehung und Bewegung. Wir
beleuchten die Entstehung der Politik als staatsförmige Organisation
der Klassengesellschaft – und dass es in ihrem Rahmen für das
Proletariat keine soziale Befreiung von kapitalistischer Ausbeutung
und staatlicher Elendsverwaltung geben kann. Auch nicht isoliert im
Rahmen der Nation. Nur antipolitisches und antinationales Bewusstsein
ist auch wirklich antikapitalistisch.
Der Klassenkampf hat eine enorme Bedeutung für die Radikalisierung
des Proletariats, aber solange er reproduktiv im Rahmen des Kapitalismus
geführt wird, hat er auch relativ sozialkonservative Tendenzen. Impulse
zu einer sozialreformistischen Modernisierung der
bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft werden in ihm auch freigesetzt.
Aber er hat selbstverständlich auch revolutionäre Tendenzen.
ProletarierInnen setzen heimlich oder offen ihren eigenen Kopf, ihre
materiellen Interessen und psychischen/mentalen Bedürfnisse gegen ihre
ChefInnen und die krankmachende Kapitalvermehrung durch. Sie
organisieren sich klassenkämpferisch selbst – gegen Kapital, Staat sowie
die bürgerlich-bürokratischen Partei- und Gewerkschaftsapparate der
institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung. Letztere ist heute
größtenteils mehr oder weniger in den Kapitalismus integriert und als
Wächterin der reproduktiven Grenzen des Klassenkampfes aktiv.
Sozialreformistisch und antirevolutionär. Dies kritisieren wir mit aller
notwendigen Schärfe und Härte.
Im
2. Teil unserer Plattform analysieren wir dazu die mögliche
sozialrevolutionäre Alternative. Wir verfolgen den langen
Entwicklungsprozess des antipolitischen und antinationalen
Kommunismus als geistig-ethischen Ausdruck des bewussten Kampfes
gegen die nationalkapitalistische Politik. Dabei würdigen wir sowohl
die revolutionären Tendenzen von Marxismus und Anarchismus,
kritisieren aber auch deren weitverbreitete prokapitalistische
Praxis. Heute ist ein nachmarxistischer und nachanarchistischer
Kommunismus notwendig! Wir beschreiben die Vorgeschichte der AST als
einer Strömung dieser Notwendigkeit.
Unsere
Plattform gibt Impulse für die heutige Organisation von
SozialrevolutionärInnen. Wir stellen den Widerspruch eines
revolutionären Bewusstseins eines objektiv nichtrevolutionären
Seins im „normalen“ Kapitalismus dar. Dieser Widerspruch kann
progressiv nur durch das bewusste Sein der Revolution gelöst werden.
Wir skizzieren diese mögliche zukünftige Weltrevolution als
Geburtsprozess einer globalen, klassen- und staatenlosen
Gesellschaft.
Anfang November 2022 gründete nach einer kollektiven Diskussion das sozialrevolutionäre Netzwerk aus Sozialer Befreiung, Sozialer Widerstand, Sociaal revolutionaire Vonk sowie den Diskussionszirkeln auf russisch (tenox.livejournal.com) und armenisch (rgfront.livejournal.com) die Antipolitisch-Sozialrevolutionäre Tendenz (AST). Die Gründung stellt sowohl eine Namensgebung als auch eine Reorganisation dieses Netzwerkes dar.
Mit der Gründung der Antipolitisch-Sozialrevolutionären Tendenz (AST) möchten wir einen praktisch-geistigen Impuls zur Radikalisierung des Klassenkampfes leisten. Wir sind uns natürlich bewusst, dass der Hauptimpuls zur Radikalisierung des bewussten Seins des Proletariats dessen eigene Klassenkampfpraxis ist. Auch wissen wir, dass die Wirkung der AST in nichtrevolutionären Zeiten nur gering sein kann. Aber gerade in solchen reaktionären Zeiten ist die klare Organisation von antipolitischen SozialrevolutionärInnen so wichtig – für ein mögliches zukünftiges bewusstes Sein der Revolution und einer klassen- und staatenlosen Weltgemeinschaft.
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