Annonce: Antinationale Schriften I

Unsere neue Broschüre: „Antinationale Schriften I“ (ca. 121 Seiten) von Soziale Befreiung (Hg.) ist da. Die Broschüre könnt Ihr für 5-€ (inkl. Porto) hier über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

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Inhalt

Einleitung

Zur Ökonomie und Psychologie des Nationalismus

1. Nationalkapitale und Nationalstaaten
2. Individualismus und Nationalismus
3. Reproduktiver Klassenkampf und Nationalismus
4. Die Weltrevolution als Zerschlagung aller Nationalstaaten

Die Herausbildung des vietnamesischen Nationalstaates

1. Vietnam als französische Kolonie
2. Vietnam im Zweiten Weltkrieg
3. Das nordvietnamesische Regime
4. Der britische Imperialismus in Südvietnam
5. Der französische Krieg gegen Vietnam
6. Die Intervention des US-Imperialismus
7. Die kleinbürgerliche politische Linke als Lautsprecher des
vietnamesischen Nationalismus

Die bundesdeutsche Annexion der DDR

1. BRD und DDR im Kalten Krieg
2. Die Todeskrise des ostdeutschen Staatskapitalismus
3. Die Grenzöffnung
4. Erste Avancen der Sowjetunion an die BRD
5. Proprivatkapitalistische Illusionen in der DDR
6. Die kleinbürgerliche DDR-Opposition
7. Die Offensive der bundesdeutschen Bourgeoisie
8. Moskau verkauft die DDR
9. Der friedliche Anschluss der DDR

Der westliche Menschenrechts-Imperialismus in Aktion

1. Die westlichen Menschenrechtsimperialismen
2. Syrien
3. Ukraine/Krim

Einleitung

Das Weltproletariat produziert den Reichtum der Nationalkapitale/Nationalstaaten und dessen eigenes Elend. Für proletarische RevolutionärInnen und deren UnterstützerInnen aus kleinbürgerlichen Schichten sollte klar sein, dass die globale soziale Befreiung von kapitalistischer/staatlicher Ausbeutung und Unterdrückung nur durch die Zerschlagung aller Nationalstaaten durch das Weltproletariat Wirklichkeit werden kann. Doch noch agieren viele ProletarierInnen auf der Welt „national“. Als kleinbürgerliche Marksubjekte, die ihre Arbeitskraft vermieten müssen weil sie keine Produktionsmittel besitzen, sind viele ProletarierInnen geistig empfänglich für bürgerliche Konkurrenzideologien – auch gegenüber der gefährlichsten, dem Nationalismus. Doch ProletarierInnen sind nicht nur kleinbürgerliche Marktsubjekte, sondern auch Klassenkampfsubjekte. Als solche überwinden sie tendenziell und potenziell den Nationalismus. Doch ein Klassenkampf, der im reproduktiven Rahmen bleibt und für verbesserte Ausbeutungsbedingungen geführt wird, aber noch nicht für die bewusste revolutionäre Selbstaufhebung des Weltproletariats, reproduziert in seinen konservativ-reaktionären Tendenzen den Nationalismus. Diese Zusammenhänge vertiefen wir in unserer Schrift Zur Ökonomie und Psychologie des Nationalismus.
Mit der Herausgabe der Antinationalen Schriften bekämpfen wir konsequent den Nationalismus. Israelfahnen sind für uns genauso ein optisches Brechmittel wie Deutschlandfahnen. Auch bekämpfen wir den Nationalismus von unterdrückenden Staaten genauso konsequent wie den von nationalen Befreiungsbewegungen, die noch für einen eigenen Staat kämpfen. Der palästinensische Nationalismus zum Beispiel kann die soziale Unfreiheit der palästinensischen ProletarierInnen nur reproduzieren. Die „demokratische Autonomie“, mit dem der kurdische Linksnationalismus in der Türkei und in Syrien hausieren geht, ist uns auch nicht gerade sympathisch. Demokratische Autonomie haben wir nämlich in Deutschland. Das Einigeln in bestehende Nationalstaaten – selbstverständlich mit ganz viel nationaler Autonomie! – ist nicht weniger sozialreaktionär als deren Neugründung. Die kleinbürgerliche politische Linke hält es für „internationalistisch“ den kurdischen Linksnationalismus in der Türkei und in Syrien zu unterstützen. Antinationale Schriften bekämpft den linksbürgerlichen „Internationalismus“, der an der Nation klebt wie Fliegen an der Scheiße, kompromisslos. Wir bekämpfen also deutschen und „antideutschen“ Nationalismus, imperialistische Staaten und linksnationalen „Antiimperialismus“!
Der Text Die Herausbildung des vietnamesischen Nationalstaates schlachtet eine besonders heilige Kuh des linksbürgerlichen „Internationalismus“/Nationalismus. Während wir in dieser Schrift einen Triumpf des staatskapitalistischen Linksnationalismus beschreiben, nehmen wir uns im Text Die bundesdeutsche Annexion der DDR eine erbärmliche Niederlage von diesem vor. Wir beschreiben dort, wie die BRD zu der europäischen Siegermacht des Kalten Krieges wurde. Sozialökonomische Aspekte der Heimholung Ostdeutschlands durch die westdeutsche Bourgeoisie bleiben in diesem Text deshalb weitgehend ausgeblendet weil wir diese schon in unserer Schrift Klassenkämpfe in der Thüringer Kaliindustrie (in: Nelke, Schriften zum Klassenkampf II, Soziale Befreiung, Bad Salzungen 2013, S. 78-107) ausführlicher untersucht haben. Diesem 89er Triumpf der bundesdeutschen Bourgeoisie hatte die kleinbürgerliche politische Linke nichts anderes als kläglichen Katzenjammer, kleinbürgerlichen DDR-Nationalismus und antifaschistischen Moralismus entgegen zu setzen. Antinational-revolutionäre Positionen wurden nur von einer kleinen Minderheit vertreten.
Wie wichtig eine antinationale Position ist, verdeutlichen auch die Gemetzel der westlichen Menschenrechtsimperialismen im Trikont (Asien, Afrika und Lateinamerika). Auch hier schwankt die kleinbürgerliche politische Linke wieder hilflos zwischen Menschenrechts-Imperialismus, linksnationalen „Antiimperialismus“ und realpolitisch-utopischen National-Pazifismus. Nachdem die westlichen Nationalstaaten zuerst vom „arabischen Frühling“ in Tunesien und Ägypten – alte Verbündete des Westens – überrascht waren, gingen diese in Libyen und Syrien wieder in die Offensive. Sie verteidigten fanatisch das Menschenrecht auf imperialistische Einmischung – auch wenn dabei noch so viele Menschen ermordet und körperlich und geistig verstümmelt wurden. Diese Gemetzel untersuchen wir genauer in unserer Schrift Der westliche Menschenrechts-Imperialismus in Aktion. In diesem Text untersuchen wir auch den imperialistischen Kampf zwischen der USA, der EU und Russland um die Ukraine/Krim.
Hoch die antinationale Solidarität!
ProletarierInnen aller Länder, vereinigt euch!

Nelke, im April 2014

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