Annonce: Antiabsolutistische Revolte und bürgerliche Konterrevolution
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Inhalt
Einleitung
I. Der Absolutismus
1. Staatsform der europäischen Übergangsperiode vom Feudalismus zum Industriekapitalismus
2. Zentralisierung und Bürokratisierung der politischen Gewalt
3. Ideologische Unterfütterung des Absolutismus
4. Die Transformation des eurasischen Absolutismus in bürgerliche Nationalstaaten
5. Industriekapitalistische Nationalstaaten
6. Der heutige Absolutismus
II. Portugal/Spanien/Niederlande
1. Die Herausbildung der portugiesischen Monarchie
2. Die Revolution von 1383 in Portugal
3. Der spanische Absolutismus
4. Der Comuneros-Aufstand in Spanien
5. Die Niederlande als Teil des Habsburgerreiches
6. Der Achtzigjährige Unabhängigkeitskrieg der Niederlande
7. Das niederländische Nationalkapital
III. England
1. Die absolute Monarchie in England
2. Der BürgerInnenkrieg (1642-1649)
3. Die bürgerliche Konterrevolution
4. Die absolutistische Konterrevolution
5. „Glorious Revolution“
6. Englischer Imperialismus
IV. Frankreich
1. Der Absolutismus in Frankreich
2. Der Sturm auf die Bastille
3. Konstitutionelle Monarchie
4. Der Tuileriensturm
5. Die Republik
6. Der Aufstand der Pariser Sansculotten vom 31. Mai bis zum 2. Juni 1793
7. Die Jakobiner-Diktatur
8. Der Sieg der bürgerlichen Konterrevolution
Einleitung
Der europäische Absolutismus, den wir im Teil I genauer beschreiben werden, war eine Staatsform der Übergangsperiode vom Feudalismus zum Industriekapitalismus. Die Zentralisierung und Bürokratisierung der politischen Macht fanden im Großen und Ganzen die Zustimmung der aufstrebenden Bourgeoisie. Der absolute Machtanspruch der MonarchInnen behinderte dagegen ab einer bestimmten Stufe die Vermehrung des Kapitals. Er musste im Interesse der Bourgeoisie gebrochen werden.
Und er wurde gebrochen. Entweder durch einen Klassenkompromiss zwischen JunkerInnen und Bourgeoisie wie im Deutschen Reich (1871-1918), oder durch eine siegreiche antiabsolutistische Revolte. Diese vollzog sich in Form eines nationalistischen Unabhängigkeitskrieges wie in den Niederlanden (siehe Kapitel II.6) oder durch einen BürgerInnenkrieg wie in England (Kapitel III.2) – dessen Ergebnisse allerdings eine absolutistische Konterrevolution rückgängig zu machen drohte (Kapitel III.4), die jedoch durch die sogenannte „Glorious Revolution“ (Kapitel III.5) gebrochen wurde.
Den Höhepunkt erreichte jedoch die siegreiche antiabsolutistische Revolte durch Revolution und Konterrevolution in Frankreich (1789-1799, siehe Teil IV). Hier war stärker noch als im Englischen BürgerInnenkrieg (1642-1649) der kleinbürgerliche Radikalismus die Triebfeder der antiabsolutistischen Revolte. In Form der Jakobiner-Diktatur (Kapitel IV.7) eroberte der kleinbürgerliche Radikalismus in Frankreich sogar die politische Staatsmacht. Der Staat ist jedoch ein absolut sozialreaktionärer Gewaltapparat, egal wer ihn regiert. Indem die siegreiche antiabsolutistische oder gar antimonarchistische Revolte in England und Frankreich an die Stelle des Absolutismus andere Staatsformen – konstitutionelle Monarchie und Republik – setzte, ging sie in beiden Ländern notwendig in die bürgerliche Konterrevolution gegen die kleinbürgerlich-vorindustrieproletarische Sozialbewegung über. Nutznießerin von siegreicher antiabsolutistischer Revolte und dessen Umschlag in die bürgerliche Konterrevolution war die Bourgeoisie. Leitragend waren die kleinbürgerlich-vorindustrieproletarischen Sozialbewegungen als Triebkraft der antiabsolutistischen Revolte – und das Hauptopfer der bürgerlichen Konterrevolution.
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