Annonce: Die Krise der biosozialen Reproduktion
Unsere neue Broschüre „Die Krise der biosozialen Reproduktion“ (ca. 138 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

Inhalt
Einleitung
Allgemeine Betrachtung über die menschliche biosoziale Reproduktion
- Der menschliche Stoffwechsel mit der Natur
- Produktions- und biosoziale Reproduktionsverhältnisse
- Gesundheit
- Glück
Kapitalistische Warenproduktion, Lohnarbeit und Staat
I. Warenproduktion
- Das Wesen der kapitalistischen Warenproduktion
- Die kapitalistische Warenproduktion als permanente biosoziale Reproduktionskrise
II. Lohnarbeit und „unproduktives“ Elend - Lohnarbeit als produktives Elend
- Lohnarbeit als dialektischer Widerspruch
- Biosoziale Reproduktionstätigkeiten als Lohnarbeit
- Der reproduktive Klassenkampf
- Das „unproduktive“ Elend des Proletariats
- Kritik des bürgerlichen „Armut“-Begriffes
III. Staat - Der politische Gewaltapparat der Kapitalvermehrung
- Die Integration der institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung in den Staat
- Der Sozialstaat als politische Elendsverwaltung
- Staatliches Gewaltmonopol und biosoziale Reproduktion
- Die kapitalistische Internationale und die biosoziale Reproduktion
Privathaushalte, Geschlechter, Liebe und Sexualität
I. Privathaushalte
- Privathaushalte als biosoziale Reproduktionsverhältnisse im Kapitalismus
- Formen der Privathaushalte
II. Geschlechter - Biologische Geschlechter
- Soziale Geschlechterrollen
- Individuelle Geschlechtsidentität
III. Liebesbeziehungen - Die monogame Liebesbeziehung/Kleinfamilie/Ehe
- Polyamorie und Beziehungsanarchie
- „Liebe“ und Gewalt
IV. Sexualität - Sexualität als biosoziale Reproduktion
- Staat und Schwangerschaftsunterbrechung
- Prostitution als Ware-Geld-Perversion
- Heterosexuelle Normierung und Regenbogen-Toleranz
Die vom Weltkapitalismus produzierte ökosoziale Krise
I. Die globale ökosoziale Krise
- Vergiftung, Verseuchung, Vermüllung und Entwaldung
- Artenmassensterben
- Der Klimawandel
- Das planetare Fleischkapital
- Die internationale Agrarindustrie
- Zoonosen
II. Lösungsversuche - Kapitalistisch-technokratische Krisenlösungsstrategien
- Klassenübergreifende Ökologiebewegung und proletarischer Klassenkampf
- Kleinbürgerlich-reformistische/radikale Lösungsversuche
- Der antipolitisch-sozialrevolutionäre Lösungsansatz
Einleitung
Für große Teile des Weltproletariats ist die Krise der biosozialen Reproduktion permanent: Am Ende des Lohnes beziehungsweise der staatlichen Transferzahlung bleibt noch verdammt viel Monat übrig. Diese permanente biosoziale Reproduktionskrise wird regelmäßig noch akut verschärft wie durch die gegenwärtigen stark steigenden Energie- und Lebensmittelkosten, die durch die Konkurrenz zwischen dem westlichen und dem russischen Imperialismus gewaltig in die Höhe getrieben werden. In dieser Broschüre beschreiben wir sowohl die permanente Krise der biosozialen Reproduktion als auch deren akute Zuspitzungen.
In der ersten Schrift entfalten wir eine Allgemeine Betrachtung über die menschliche biosoziale Reproduktion. Im zweiten Text Kapitalistische Warenproduktion, Lohnarbeit und Staat untersuchen wir, wie die kapitalistische Produktionsweise und die Politik die permanente Krise der biosozialen Reproduktion großer Teile des Proletariats produzieren. Die dritte Schrift Privathaushalte, Geschlechter, Liebe und Sexualität analysiert die sogenannte „Privatsphäre“ im Kapitalismus. In ihr wird aufgezeigt, dass dieses „Privatleben“ stark von den kapitalistischen Produktionsverhältnissen und von der bürgerlichen Politik geprägt wird.
Im vierten Text Die vom Weltkapitalismus produzierte ökosoziale Krise beschreiben wir, wie die kapitalistische Internationale die Grundlagen für das tierische, pflanzliche und auch menschliche Leben systematisch untergräbt. Wir machen deutlich, dass die kapitalistisch-technokratischen Reaktionen auf die permanente biosoziale Reproduktionskrise diese nicht lösen werden. Auch eine klassenübergreifende Umweltbewegung ist dazu nicht in der Lage. Klar, das Proletariat verteidigt im Rahmen des Kapitalismus auch oft natur- und sich selbst zerstörende Arbeitsplätze, weil es das „unproduktive“ Elend der Erwerbslosigkeit noch drückender wahrnimmt als das produktive der Lohnarbeit. Nur wenn der Klassenkampf seine den Kapitalismus reproduzierenden Grenzen überwindet und sich zur sozialen Revolution radikalisiert, kann er auch die ökosoziale Krise lösen.
Nelke, im Dezember 2022
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