Annonce: Der Privatkapitalismus in Russland und Osteuropa (1985-2020)

Unsere neue Broschüre „Der Privatkapitalismus in Russland und Osteuropa (1985-2020)“ (ca. 126 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

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Inhalt

Einleitung

I. Die Transformation zum Privatkapitalismus
1. Der Kapitalismus
2. Der sowjetisch-osteuropäische Staatskapitalismus
3. Die Todeskrise des sowjetisch-osteuropäischen Staatskapitalismus
4. Die Privatisierung des Kapitals
5. Das soziale Elend der Transformation
6. Die pluralistisch-demokratische Mehrparteien-Diktatur

II. Die Stellung Russlands und Osteuropas im Weltkapitalismus
1. Russland und Osteuropa in der globalen Offensive des Privatkapitals
2. Die relativ untergeordnete Integration Russlands und Osteuropas in den Weltkapitalismus
3. Die Ostexpansion von NATO und EU
4. Vom sowjetischen zum russischen Imperialismus
5. Russland und der Westen: Von der bedingten Kooperation zum zweiten Kalten Krieg

III. Klassenkämpfe
1. Das Proletariat als Manövriermasse der proprivatkapitalistischen Kräfte
2. Klassenkämpfe in der Privatwirtschaft
3. Klassenkämpfe im staatlichen Sektor
4. Die mögliche soziale Revolution in Russland und Osteuropa

Einleitung

Über die Transformation zum Privatkapitalismus in Russland und Osteuropa sind allerlei Märchen im Umlauf. Doch die herrschenden Märchen sind nur die Märchen der Herrschenden – der gegenwärtigen und der damaligen. Nach der neoliberal-demokratischen Geschichtserzählung wurden die „Völker“ hinter dem „eisernen Vorhang“ vom „Kommunismus“ brutal unterdrückt. Doch der Hunger nach Demokratie und der Freiheitswille „der Völker“ in Osteuropa erwiesen sich letztendlich stärker als jede Unterdrückung. So wurden die „kommunistischen Regimes“ schließlich mit Hilfe der freundlichen Unterstützung des „freiheitlichen Westens“ gestürzt. Ein schwerer und harter Wechsel zu Marktwirtschaft und Demokratie stand auf der Tagesordnung der Geschichte, der „alternativlos“ war.

Dagegen erzählen ein Teil der ehemaligen Herrschenden in Russland und in Osteuropa sowie der marxistisch-leninistische Nachwuchs das Märchen von den „sozialistischen Staaten“, in denen die regierenden „Kommunistischen“ Parteien hingebungsvoll ihre „Völker“ umsorgten. Bei allen „Problemen“ war dieser „Sozialismus“ doch eine „Alternative zum Kapitalismus“. Doch dann kam der böse „Verräter und Renegat“ Gorbatschow, der mit dem westlichen Imperialismus zusammen eine „Konterrevolution“ organisierte. Seitdem leiden „die Völker“ unter dem Kapitalismus. Auch in der BRD, die das ehemals „sozialistische“ Ostdeutschland friedlich annektiert hatte, werden diese Märchen jeweils kulturell sehr wertvoll ausgeschmückt. Kriminalfilme bekommen durch den immer wieder neu aufgekochten Stasi-Grusel den besonderen Thrill. Und die linke Tageszeitung junge Welt erzählt uns permanent wie schön es damals in der DDR hinter der Mauer war.
Diese Politmärchen wirken einschläfernd auf Geist und Gemüt, das mögliche zukünftige revolutionäre Erwachen des Weltproletariats braucht die Wahrheit über den Transformationsprozess in Russland und in Osteuropa. Deshalb geben wir diese Broschüre heraus. Nach einer allgemeinen Analyse des Kapitalismus entlarven wir die marxistisch-leninistischen Märchen über die angeblich „sozialistischen“ Staaten. Wir weisen nach, dass in der Sowjetunion und in Osteuropa unter der Herrschaft der „Kommunistischen“ Parteien der Kapitalismus nicht aufgehoben, sondern verstaatlicht wurde. Nach der Beschreibung der akuten Phase der Todeskrise des sowjetisch-osteuropäischen Staatskapitalismus, analysieren wir die Privatisierung des Kapitals, das soziale Elend als dessen Folge und die Herausbildung pluralistisch-demokratischer Mehrparteien-Diktaturen in den Transformationsländern und in Ostdeutschland.
Die Transformation in Russland und in Osteuropa bringen wir mit der globalen Offensive des Privatkapitals (USA, Westeuropa, China, Vietnam und Kuba) in Verbindung. Wir beschreiben wie sich der sowjetische in den russischen Imperialismus transformierte. Außerdem untersuchen wir die relativ untergeordnete Integration Russlands in den Weltkapitalismus als Rohstofflieferanten und Osteuropa als verlängerte Werkbank. Auch die imperialistische Osterweiterung von NATO und EU unterziehen wir einer Analyse. Genauso wie dem sich entwickelnden zweiten Kalten Krieg zwischen dem westlichen und dem russischen Imperialismus.
Der demokratische Privatkapitalismus in Russland und Osteuropa ist genau so ein struktureller Klassenfeind des Proletariats wie davor der „sozialistische“ Staatskapitalismus. Infolgedessen entwickelt sich auch in Russland und in Osteuropa der Klassenkampf, nachdem die proprivatkapitalistischen Kräfte in diesen Staaten die Illusionen von großen Teilen des Proletariats in „Marktwirtschaft und Demokratie“ für ihre schmutzigen Politspielchen ausnutzen konnten. Wir beschreiben in dieser Broschüre einige Klassenauseinandersetzungen. Auch wenn diese sich noch reproduktiv im Rahmen des Kapitalismus bewegen, besteht doch die Möglichkeit, dass diese sich vielleicht nicht nur in Russland und Osteuropa in objektiv-subjektiven Ausnahmesituationen sozialrevolutionär zuspitzen. Vielleicht wird die Weltrevolution nach unzähligen Niederlagen irgendwann mal den globalen Kapitalismus zertrümmern.